Buch-Rezension: Begegnung mit Skinner

Titel: Begegnung mit Skinner
Erschienen: Mai 2010
Autor: Harald A. Weissen
Verlag: Sieben Verlag
Seitenzahl: 200
Preis: 15 Euro
Kaufen: Amazon.de / Bol.de
ISBN-10: 3940235989
ISBN-13: 978-3940235985

Klappentext:
Stell dir vor, dass alles Große, das seit Anbeginn der Zeit in der Welt geschieht, aus einem Kontrollraum gelenkt wird – Erfindungen, Kriege, politische Umschwünge, Armut und Wohlstand.
Stell dir vor, dass eine einzelne Person für mehrere Jahrzehnte in diesem Kontrollraum sitzt und die Geschicke der gesamten Menschheit nach eigenem Gutdünken beeinflusst.
Stell dir vor, dass die nächste Person in diesem Raum verrückt ist.
Die Suche nach dem Kontrollraum führt eine traumatisierte, junge Frau namens Laika, Elendes Biest und Skinner, den letzten Illusionisten, zusammen.

Rezension:
Erzählt wird die Geschichte der traumatisierten Laika, einer jungen Frau um die 20. Begleitet wird sie von einer „verlorenen Eigenschaft“, ihrem Verstand, den sie liebevoll „Elendes Biest“ nennt. Beschrieben wird dieses als kleines, schuppiges Wesen mit spitzen Zähnen und großen Augen. Spätestens hier merkt man: Dieses Buch ist anders!
Elendes Biest teilt Laika mit, dass ihre Kreativität (ebenfalls eine verlorene Eigenschaft), auch „Die Schwester der Apokalypse“ genannt, auf der Suche ist nach dem Kontrollraum der Erde. Von diesem Kontrollraum aus werden alle Geschicke der Menschheit gesteuert, und um diesen Raum zu finden, hat sich ihre Kreativität mit einer bösen Macht zusammengetan. Laika muss ihre Kreativität natürlich wiedererlangen und braucht dazu die Hilfe des letzten Illusionisten: Skinner. Dieser ist Märchenonkel, Zauberer und Psi-Meister in einer Person und meine Lieblingsfigur in diesem Buch. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und besuchen mysteriöse Orte, begegnen skurrilen Gestalten usw.

Was mir an diesem Buch sehr gut gefallen hat: Es steckt voller Ideen, voller grandioser Bilder, Vergleiche und Metaphern. Stellenweise habe ich mir auch ganze Absätze rausgeschrieben, weil sie mich so begeistert haben und ich mir erhoffe, als Autor davon zu lernen. An vielen Stellen wird das Buch auch historisch, was den Unterhaltungswert für mich jedoch etwas gedämpft hat.

Die Geschichte an sich fand ich etwas wirr und fesseln konnte sie mich auch nicht richtig. Wenn ich nach einem oder zwei Tagen Pause aber weitergelesen habe, befand ich mich schnell wieder in dieser fantastischen, dunklen Welt. Wirklich „Horror“ wurde es meiner Meinung nach erst am Ende. Das war stellenweise recht eklig, aber nie in einem Maße, dass es widerlich wurde!

Alles in Allem kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der dunkle Phantastik mag, die stellenweise auch mal sehr ins Horrorgenre wechselt :).

Ich habe mir dieses Buch im Zuge des „IndieBookDay“ im März gekauft.

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