Wie meine Kurzgeschichten entstehen

In den vergangenen Jahren habe ich einige Kurzgeschichten geschrieben und so manchen Leser gut unterhalten können. Aber wie entsteht so eine Geschichte?
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Wenn ich eine Doppelmond-Kurzgeschichte schreibe, fange ich natürlich nicht bei Null an. Ich habe meine Welt und die Völker als Basis von der ich meine Ideen sprießen lassen kann.
Aufgrund dieser Basis kommt dann von irgendwo her eine Grundidee. Das kann eine spannende Szene sein, ein möglicher Konflikt oder einfach nur ein Charakter, der mir in den Sinn kommt. Diese Grundidee notiere ich mir und gebe ihr gleich einen Arbeitstitel um es abzuspeichern. Auf der Festplatte und in meinem Kopf.

Nach dieser ersten Idee, die vielleicht aus zwei Sätzen besteht, beginne ich mit dem Weiterspinnen.
– Was passiert im Verlauf der Geschichte?
– Wer ist der Hauptcharakter?
– Wie soll die Story enden?
– Welche Konflikte wird es geben?

Mit der Frage „Was passiert?“ entstehen automatisch Szenen und Bilder in meinem Kopf.
Die schreibe ich alle auf. Ungeordnet und ohne zu sagen „Das ist gut“ oder „Das ist schlecht“. Nachdem ich eine zeit lang gesammelt habe, werte ich aus, was ich verwenden kann, um die Geschichte voran zu bringen.

Langsam aber sicher entsteht dadurch Handlung. Diese notiere ich von A bis Z und forme daraus das Stufendiagramm. Denkt jetzt nicht an Torten oder Säulen, denn ein Stufendiagramm ist einfach nur die Beschreibung der einzelnen Szenen von Anfang bis Ende. In diesen steht nur das Wichtigste, was in den Szenen passiert. Dazu gehören auch Datum, Uhrzeit, welche Charaktere vorkommen, wichtige Dinge der Handlung.

Wenn ich damit fertig bin, ist schon mal das Wichtigste erledigt.
Das Skelett steht. Jetzt muss das „Fleisch“ auf die Rippen!

Jetzt schreibe ich die Erstfassung runter.
Dabei kommen mir meist Ideen, die ich zuvor nicht im Stufendiagramm notiert habe. Das trage ich dann nach und erarbeite mir dadurch Stück für Stück den ersten Entwurf. Mit diesem muss ich zu einem gewissen Grad zufrieden sein. Plotlöcher, also Lücken in der Handlung, darf es keine mehr geben!

Die Erstfassung lasse ich eine zeit lang liegen. Währenddessen arbeite ich an anderen Geschichten. Wenn eine gewisse Zeit verstrichen ist, lese ich die Geschichte und überarbeite sie dabei.

Danach lasse ich mindestens eine Person meine Geschichte lesen und kritisieren. Aufgrund des Feedbacks überarbeite ich dann die Geschichte ein letztes Mal.

Nach all der Arbeit können dann endlich meine Leser in den Genuss meiner kranken Gedanken kommen. In welcher Form auch immer! 🙂

Hier auf meinem Blog könnt ihr z.B. folgende Kurzgeschichten lesen:
Der Lauf der Natur (Lesezeit: 3 Min.)
Eine schlechte Nachricht (Lesezeit: 4 Min.)

Wenn ihr längere Kurzgeschichten lesen und mich unterstützen möchtet, kauft euch mein Buch „Kurzgeschichten aus Nuun“! 🙂

Gehabt euch wohl, liebe Leser!

 

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